Video-Interaktions-Diagnostik® (VID®)


Videoaufnahmen können in vielfältigen Zusammenhängen zur Analyse von Kommunikation und Interaktion eingesetzt werden. In der Jugendhilfe, wie beispielsweise in der aufsuchenden Familienarbeit, in stationären Settings und in der Hilfeplanung, aber auch in der Schule helfen Videoaufnahmen, das Verhalten von Personen zu analysieren. Aus den Videoaufnahmen lassen sich konkrete Aussagen über das Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Eltern ableiten, wie auch über jede andere Person, die im Fokus der Aufnahme steht. Geht es beispielsweise um Kinder steht die Frage

Was braucht das Kind

im Mittelpunkt der VID. So wird im Rahmen von Jugendhilfemaßnahmen über die Methode der Videoanalyse der Entwicklungsstand von Kindern bestimmt. Die Stärken der Kinder lassen sich ebenso wie ein sich abzeichnender Förderbedarf erkennen. Auf dieser Basis können diagnostische Maßnahmen entwickelt werden. Über die Arbeit mit Videoaufnahmen kommt es zu einer großen Effizienz in Beratung, Hilfe und Weiterbildung, insofern nämlich die vorgeschlagenen Maßnahmen auf konkret beobachtetem Verhalten und dessen Analyse beruhen.

 

Die Weiterbildung ist berufsbegleitend und umfasst 210 Std. mit folgenden Modulen:

∙ 2-tägiger Einführungskurs zu den Grundlagen der Arbeit mit Video
∙ 1 Techniktag zum Umgang mit der Kamera, Aufnahme- und Schnitttechnik
∙ 4 Theorie- Praxis-Seminare zur Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Kommunikations-, Bindungs-, Entwicklungs- und Systemtheorien
∙ 15 Supervisionen in Kleingruppen a max. 4 Teilnehmende
∙ Zertifizierung durch SPIN Deutschland

 

Zielgruppen

Die Weiterbildung in VID richtet sich an Mitarbeiter/-innen in pädagogischen, sozialen oder verwandten Arbeitsfeldern, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

Ziele der Weiterbildung

- Erlernen der Interaktionsanalyse
- Stärkung der ressourcenorientierten, wertschätzenden Grundhaltung
- Entwicklung eines diagnostischen Blickes
- Erkennen von Verhaltensmustern und Bildern
- Entwicklungsstand, Schutz -und Risikofaktoren des Kindes und seinen Förderbedarf definieren und bildlich darstellen
- entwicklungsrelevante Bilder herausfiltern und bildlich darstellen
- Präsentation der Ergebnisse im interdisziplinären Kontext (z.B. Hilfeplanung)